Skip to main content

Kaiserpinguin

Kaiserpinguin

Lebenserwartung: bis 20 Jahre
Grösse: 100-120 cm
Gewicht: ca. 23-38 kg
Brutgebiet: am Rand der Antarktis zwischen dem 66. und 78. Breitengrad

Fakten die uns zum Staunen bringen

  • Der Gattungsname des Kaiserpinguins, "Aptenodytes", bedeutet "flügelloser Taucher".
  • Kaiserpinguine sind die einzigen Pinguine, die während des antarktischen Winters brüten. Ihre Brutkolonien befinden sich auf dem Meereis, etwa 80 – 200 Kilometer vom (eisfreien) Meer entfernt.
  • Kaiserpinguine sind die Grössten, die Schwersten und die Schnellsten. Sie erreichen im Wasser eine Höchstgeschwindigkeit von fünfzehn Stundenkilometer. Sie können zudem bis zu 18 Minuten unter Wasser bleiben und auf der Jagd in Tiefen bis zu 500 Metern tauchen. Somit können sie tiefer tauchen als alle anderen Meeresvögel.
  • Männliche Kaiserpinguine brüten das Ei aus bis das Küken schlüpft. Die Männchen trotzen dabei Stürmen mit Windgeschwindigkeiten bis 200 km/h und Temperaturen zwischen -30°C und -65°C und halten ihr Ei bei ca. 40 Grad konstant warm.
  • Kaiserpinguine bauen keine Nester. Stattdessen dienen ihre Füsse und eine spezielle Hautfalte als Schutz für das Ei. Im Inneren dieser Brutfalte liegen viele Arterien, die warmes Blut direkt vom Herzen des Pinguins dorthin bringen, um das Ei und später das Küken warm zu halten. Fällt das Ei versehentlich auf das Eis, ist der darin enthaltene Embryo in der antarktischen Kälte innert ein bis zwei Minuten tot.
  • Die Pinguinmännchen essen während der Brut über zwei Monate lang nichts. Das Weibchen geht nach der Eiablage auf Nahrungssuche und kommt erst mit vollem Bauch und Futter für das Küken zurück, wenn das Küken bereits geschlüpft ist. Davor füttern die Männchen ihre Jungen mit einer milchigen Substanz. Erst wenn das Weibchen den ersten vorverdauten Fisch fürs Küken bringt kann das Männchen selbst wieder den Marsch zum Meer auf sich nehmen um dort auf Jagd zu gehen. Das Männchen verliert in dieser Zeit einen Drittel bis die Hälfte seines Körpergewichts. Beim Austausch der sehr jungen Küken von den Vätern zu den Müttern muss der Wechsel sekundenschnell vonstattengehen, da die Küken den antarktischen Temperaturen nur wenige Sekunden standhalten. Viele Jungtiere sterben bei diesen Tauschmanövern.
  • Weibchen, die ihr Küken verloren haben, versuchen manchmal ein fremdes Küken zu stehlen oder ein verlassenes Küken zu „adoptieren“. Meistens dauert die Fürsorge für das fremde Kind aber nur ein paar Stunden, Tage oder maximal eine Woche, dann wird das Küken wieder seinem Schicksal überlassen.
  • Nur eines von drei Pinguinküken wird es bis zu seinem ersten Geburtstag schaffen. Die Gefahr ist gross von Seevögeln wie Riesensturmvögeln oder Raubmöwen, oder von Seeleoparden und Killerwalen gefressen zu werden.